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Schnitzeljagden und Stadtrallyes

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Immer mehr Menschen legen Wert auf besondere Erlebnisse auf ihren Städtereisen. Einfach nur hinter einem Stadtführer herlaufen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern, genügt nicht mehr. Anbieter setzen daher auf spezialisierte Startviertel- und Themenführungen. Jugendliche Schulklassen können bei einer „Street Art-Führung“ durch Kreuzberg die schönsten Murals und Stencils dieser noch recht jungen Kunstform entdecken und sich anschließend bei einem Graffiti-Workshop selbst kreativ betätigen. Erwachsene können bei einer Multikulti-Tour Berührungsängste abbauen und gemeinsam Moscheen, Kirchen und Synagogen besuchen. Weniger auf Bildung als auch Unterhaltung setzen zahlreiche Spaßtouren von der Trabi-Tour bis zum berüchtigten Bier Bike. Doch während diese Touren noch immer eher passiv konsumiert werden, hat sich längst etwas Neues entwickelt: Stadtrallyes und Schnitzeljagden.

Städte spielerisch kennenlernen

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Spezialreiseveranstalter für Klassenfahrten haben sogenannte Stadterkundungsspiele schön länger im Programm. Mittlerweile lässt sich eine Schnitzeljagd für Familien und Schulklassen durch die Berliner City über örtliche Veranstalter auch so buchen – ideal für Schulgruppen, die lediglich einen Tagesausflug in die Hauptstadt planen oder ihre Gruppenreise unabhängig von Veranstaltern organisieren. Daneben lassen sich auch unzählige Teamevents für Erwachsene buchen, die auf bestimmte Themen abzielen: Mit Marlene Dietrich durch das Berlin der „Goldenen Zwanziger“ oder als Agent im geteilten Berlin des kalten Krieges mysteriöse Codes knacken? Kein Problem! Für die Lauffaulen gibt es sogar Stadtrallyes per Segway – oder per Kanu auf der Spree.

Gemeinsam ist den Schnitzeljagden und Stadtrallyes in Berlin, dass sie auf spielerische Art Wissen vermitteln sollen. Der Kurs der Schnitzeljagd führt sowohl zu bekannten Sehenswürdigkeiten als auch zu unbekannten Ecken Berlins. Knifflige Rätsel und Fragen sorgen für eine intensivere Beschäftigung mit den besuchten Sehenswürdigkeiten. Dabei müssen Schüler sich durchaus auch mal überwinden und Passanten ansprechen um Antworten auf die gestellten Fragen zu bekommen.

Freie Zeiteinteilung für die Schnitzeljagd

Ein weiterer Vorteil der Stadtrallyes und Schnitzeljagden in Berlin: Sie finden generell ohne festes Zeitschema statt. Eine reguläre Stadtführung sorgt gerade in diesem Punkt immer wieder für Unmut: Der eine langweilt sich, wenn die Vorträge des Führers an bestimmten Sehenswürdigkeiten viel zu lange dauern (und durch den einen Besserwisser noch weiter in die Länge gezogen werden), der andere ärgert sich, wenn es viel zu schnell an einem für ihn interessanten Punkt vorbei geht.

Bei der Stadtrallye bestimmen die Teilnehmer das Tempo selbst. Sie könne sich ausführlicher mit dem ein oder anderen Punkt befassen, zwischendurch nach eigenem Wunsch Pause machen oder einen Abstecher unternehmen. Damit sich die Stadtrallye nicht zu sehr in die Länge zieht, können Bonuspunkte für die ersten Grüppchen vergeben werden, die das Ziel erreichen. Sinnvoll ist auch ein großzügig bemessener aber fixer Endzeitpunkt, an dem alle Teilnehmer am Ziel angekommen sein müssen. Auf Wunsch kann das Ziel ein Lokal oder im Sommer ein Grillplatz im Park sein: So können die letzten gemächlich hinzustoßen, während die ersten schon ihre Grillwürste genießen.

Schüler lieben die Selbständigkeit

Gerade Schüler der Mittelstufe – die Altersgruppe, die am häufigsten Klassenfahrten nach Berlin unternimmt – wissen es zu schätzen, wenn sie sich mehrere Stunden selbständig und frei in Berlin bewegen können statt ständig unter der Aufsicht der Begleitpersonen zu stehen. Häufig erwacht gerade dann der Jagdeifer und das Interesse daran, die Schnitzeljagd möglichst schnell und erfolgreich zu lösen – und am Ende lernen die Schüler dabei noch viel mehr über Berlin als wenn sie gelangweilt drei Stunden hinter dem Lehrer durch Mitte laufen und die meiste Zeit mit ihren Smartphones beschäftigt sind.